• 1929 - 2019... "90 Jahre 1. Boccia-Club" in Offenburg


    Es ist ein bedeutungsvolles Ereignis, wenn ein Sportverein auf ein jahrelanges Bestehen zurückblicken kann. In Jahrzehnten spiegelt sich in der Geschichte einer Gemeinschaft wieder, die sich klein zusammenfand, erweiterte und immer wieder erneuerte - in kameradschaftlicher Zusammenarbeit zur Pflege und zur Förderung des Freizeitsports...


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  • Neu geschrieben... "Die Vereinsgeschichte" zum nachlesen


    Die Chronik einer fast 90-jährigen Geschichte unseres Vereins verdeutlicht die Zeit der Anfänge des Boccia-Spiels, als italienische Zuwanderer in Offenburg eine neue Heimat fanden. Boccia ist eine italienische Variante des Spielens mit Kugeln, das schon seit Jahrhunderten Menschen zu faszinieren scheint...


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  • Verfügbar... "Der Turnierfahrplan" für das Boccia-Jahr 2019


    Pünktlich zum Jahresbeginn sind die neuen Turniertermine für das Boccia-Jahr 2019 da. Höhepunkt wird am 07. September die feierliche Veranstaltung zum „90-Jährigen Bestehen des 1. Boccia-Club Offenburg“ mit einem ideenreichen Rahmenprogramm sein...


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Josef Sator - "Dorle"

Das Leben von Josef Sator war neben seiner beruflichen Existenz vor allem geprägt durch seine Verbundenheit mit dem Sport. Schon in jungen Jahren traf er sich mit mehreren jungen Leuten aus der Kinzigvorstadt im Gasthaus „Krone“ oder zum Boccia-Spiel auf der Kronenwiese…

Josef Sator wurde am 09. Februar (März) 1902 geboren und war ein typischer Kinzigvorstädtler. Als kleiner Lebenskünstler verdiente er sich sein Taschengeld mit Gitarrenspiel und Gesang. Mit 14 Jahren absolvierte er eine Schriftsetzerlehre beim Bühler Tageblatt und in einer Akzidenzdruckerei (= Gelegenheitsdruck) in Kehl. Nach Beendigung der Lehre trat er im Jahre 1920 in den Buchdruckerverband ein und arbeitete ab 1924 als Buchdrucker bei den Offenburger Zeitungsverlagen (ab 1936 Reiff/ab 1945 Offenburger Tageblatt). Josef Sator wohnte in jungen Jahren in den Arbeiter-Blocks bei der alten Spinnerei und verbrachte mehr Zeit auf der Kronenwiese und den umliegenden Boccia- und nahen Fußballplätzen (Stegermattsportplatz des früheren Offenburger FV) als auf seinem Arbeitsplatz.

Mehrere junge Leute aus der Kinzigvorstadt, aus den Häusern der Kronenstraße, Angelgasse, Fischerstraße, Hauptstraße und Badstraße trafen sich ab dem Jahre 1924 im Gasthaus „Krone“ zum Schachspiel in einem sogenannten Arbeiterschachverein (Der Schachklub Offenburg entwickelte sich ab 1922 aus einer Abteilung des Arbeiter Turn- und Sportvereins Offenburg), den der 22-jährige Josef Sator mit seinen Arbeiterfreunden gegründet hatte und in den Jahren 1927 bis 1929 und 1930 bis 1933 als Vorsitzender führte. Es gab schon vorher Arbeiter-Bildungsvereine und Arbeiter-Sportvereine. Sie waren stark sozialistisch (auch kommunistisch) ausgerichtet und wollten durch Bildung und Sport (und auch durch Klassenkampf!) die Lebensverhältnisse der Arbeiter verbessern. […]

Josef Sator war über Jahrzehnte Nothelfer und graue Eminenz des Arbeiter-Schachklubs. Er sprang mehrmals als Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender ein, war kameradschaftlich und hatte keine persönlichen Konflikte. Als die „neuen Herren“ sich im Jahre 1933 mit ihrer Gleichschaltung meldeten, zog sich Josef Sator sofort aus der Vereinsleitung des Schachklubs zurück. Er wollte mit seiner persönlichen Angreifbarkeit den Verein nicht gefährden. Seine vielseitige, aktive sportliche Betätigung schufen ihm die Unterlagen für seine 20-jährige Tätigkeit als Sportberichterstatter in der Offenburger Tagespresse. Diese Beschäftigung brachten auch sein Pseudonym "Dorle" ein.

Als 1. Vorstand stand Josef Sartor dem 1. Boccia-Club Offenburg im Gründungsjahr 1929 vor. Nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges war er einer der Ersten, welcher zusammen mit anderen Sportbegeisterten den Aufbau des Bewegungssports in unserer Heimatstadt vorantrieben. Das Leben von Josef Sator war neben seiner beruflichen Existenz vor allem geprägt durch seine Verbundenheit mit dem Sport. Anfang Oktober 1989 verstarb Josef Sator im gesegneten Alter von 87 Jahren.

(Copyright 2019 - Sven Steppat)
Josef Sator - "Dorle"
Josef Sator -

Das Leben von Josef Sator war neben seiner beruflichen Existenz vor allem geprägt durch seine Verbundenheit mit dem Sport. Schon in jungen Jahren traf er sich mit mehreren jungen Leuten aus der Kinzigvorstadt im Gasthaus „Krone“ oder zum Boccia-Spiel auf der Kronenwiese… Josef Sator wurde am 09. Februar (März) 1902 geboren und war ein typischer Kinzigvorstädtler. Als kleiner Lebenskünstler verdiente er sich sein Taschengeld mit Gitarrenspiel und Gesang. Mit 14 Jahren absolvierte er eine Schriftsetzerlehre beim Bühler Tageblatt und in...

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Walter Köninger - "Lebensretter vom Lindenplatz"
Walter Köninger -

"Zum Bären“ hieß der Wirtshof im ehemaligen Haus Lange Straße 29 in Offenburg, wo an Silvester 1894 Walter Köninger das Licht der Welt erblickte. Sein Vater, Andreas Königer aus Sasbachwalden, betrieb das Gasthaus in der Nähe des Lindenplatzes, indem auch für die im Baufach tätigen italienischen Einwanderer gesorgt wurde… Es muß irgendwann um den Anfang der 1900er Jahre gewesen sein, was sich einmal am Brunnen am Lindenplatz in Offenburg zugetragen hatte. Der Brunnen diente zu jener Zeit auch noch zu Feuerlöschzwecken und war tiefer...

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